|
|
Streunende Katzen
Herkunft der Katzen:
Es handelt sich hierbei nicht um Wildkatzen, sondern um Hauskatzen und deren
Nachkommen, die weggelaufen sind, ausgesetzt oder bei einem Umzug
"vergessen" wurden. Verschiedene kommen auch von Bauernhöfen und sind
auf der Suche nach einem Platz, wo sie genügend Nahrung für sich und zur
Aufzucht von Jungen finden können. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Situation noch mehr oder weniger im
Gleichgewicht, da die Zahl der Nachkommen von dem vorhandenen Nahrungsangebot
abhängig ist. Je größer das Nahrungsangebot, desto einfacher ist die
Aufzucht von vielen Nachkommen. In anderen Worten, eine Überbevölkerung mit
Katzen vermeidet sich von selbst, wenn nicht der Mensch kommt und sich darauf
beschränkt, die Tiere nur zu füttern. Besonders wenn, durch das angebotene
reichliche Futter, noch weitere Streuner angelockt werden und die Katzenkolonie
noch zusätzlich vergrößern. Daraus folgt:
Wenn Sie die Großzügigkeit aufbringen, solche verwilderten Katzen
zu füttern, dann müssen diese so schnell wie möglich kastriert
respektiv sterilisiert werden, und dies ab der ersten Katze um die Sie sich kümmern.
Es hat keinen Sinn zu warten bis sich ein Dutzend Katzen auf Ihrem Gelände
herumtreiben und noch sehr viel weniger bis die Nachbarn sich beschweren. Die
Behauptung, eine Katze müsse vor der Operation mindestens einmal Junge gehabt
haben, ist ohne die geringste medizinische Begründung. Es ist im Gegenteil eher
angeraten, um unerwünschte Nachkommen sicher zu vermeiden, die Katzen kurz vor
ihrer Geschlechtsreife, das heißt mit 4,5 bis 5 Monaten bei Männchen, 5,5 bis
6 Monaten bei Weibchen zu operieren. Es kommt allerdings auch vor, dass
verwilderte Tiere in jüngerem Alter operiert werden, weil einfach nicht
vorhersehbar ist, ob es gelingt, sie ein zweites Mal einfangen zu können. Es ist bekannt dass Katzen mehrmals im Jahr Junge bekommen können, jeweils 4
bis 6 Kätzchen nach 63 bis 66 Tagen Tragzeit. Für eine Katze, die Junge aufzieht, ist die Ernährung allein von Mäusen
ungenügend. Dies würde zu einer halb verhungerten und geschwächten Katzenbevölkerung
führen, die dann Parasiten und Krankheiten anziehen. Sterilisation
Wenn sich eine verwilderte oder streunende Katze auf Ihrem Gelände
eingenistet hat, genügt es nicht sie zu ernähren. Natürlich helfen Sie ihr
vorerst damit, doch im nächsten Frühjahr
oder Herbst wird sie es Ihnen mit einer niedlichen Reihe von 5 oder 6 Jungen,
selbstverständlich alle hungrig und um Futter bettelnd, danken. Es wäre also
sinnvoller, schon die erste Katze so schnell wie möglich zum Tierarzt zu
bringen, um sie untersuchen und operieren zu lassen. Dazu wäre unser Verein ihnen dankbar, wenn Sie mit uns
Kontakt aufnehmen würden. Wir können die Katzen einfangen und selbstverständlich
die Transport- und Tierarztkosten übernehmen. Ein gutes Herz und eine Mahlzeit genügt unglücklicherweise nicht.
Es sollte jedem bewusst werden, welches die Konsequenzen einer starken
Vermehrung sind: 1. Jahr: Geburt von 5
Kätzchen 2. Jahr: Geburt von 28
Kätzchen 3. Jahr: Geburt von 168
Kätzchen Davor sollten wir nicht die Augen verschließen, uns angesprochen fühlen und
zusammen handeln.... |
|